Gebet, Gedichtet

Morgensegen für meine Kinder

Eigentlich wünschte ich es mir ganz anders, aber meistens ist es doch so: Morgens bleibt oft zu wenig Zeit um gemeinsam als Familie einen guten Start in den Tag hinzulegen.

Auch wenn das erste Wecken noch freundlich klingt, bis alle fertig für den Schulweg bzw. Kindergarten sind, ist meist  schon wieder Nölen, Meckern und Schimpfen zu hören gewesen.

Eigentlich nicht das, womit wir unsere Kinder in den Tag schicken wollen.

Was sie begleiten soll, sind gute Gedanken und Worte für den Tag.
Wir wollen unseren Blick auf DEN ausrichten, der uns und diesen Tag gemacht hat und uns mit seiner Liebe und allem, was wir brauchen, beschenken will, uns leiten und schützen will.
Mit seinem Segen wollen wir in den Tag gehen.
Ihn zu loben und ihm zu danken soll nicht zu kurz kommen bei allen Stoßgebet-Bitten, die uns so schnell über die Lippen kommen.

Deswegen suchte ich ein kompaktes vorformuliertes Gebet in einfacher Sprache, in dem all das enthalten ist und an dem man entlang beten kann. Am Ende bin ich wieder an den Punkt gekommen, selbst eins zu schreiben.

So ist dieser Morgensegen für meine Kinder entstanden:

Das Gebet ist wieder ein 5-Wort-Satz-Gebet, das wir als Familie gemeinsam beten, jeder für sich oder einer für einen anderen.

Hier nochmal meine Tipps dazu:

Für Kleine und Große, die kaum sprechen (können):

  • Jeder Satz ist ein einfacher Hauptsatz, der aus 5 Worten besteht, die man an den Fingern abzählen kann, das geht auch ohne Worte, sammelt die Konzentration, hilft beim Auswendiglernen.
  • Am Ende der Zeile stehen meist wichtige Hauptworte, die gut gesprochen und behalten werden können. Das Kind kann jede vorgesprochene Zeile mit den letzten 1-2 Wörtern selbst beenden.

Für Größere und Eltern:

  • Das Gebet als Grundgerüst nutzen, an dem man entlang beten und weitere Anliegen mit einflechten kann. Die Verse sind nicht gereimt und offen für Ergänzungen. Man kann jeweils nach einer Zeile konkrete Anliegen, Bitten und Dank einfügen, wie einem gerade zumute ist und so ganz persönlich werden und zu eigenen Worten finden. Dabei kann man sich gut abwechseln.
  • Statt “Ich”, “mich” usw. Namen oder “wir” einsetzen und das Gebet als Morgensegen für jemanden sprechen.

Von der letzten Variante habe ich schon öfters Gebrauch gemacht, wenn nur noch für das absolute Kurzprogramm am Frühstückstisch Zeit war (leider ja) und alle ganz in Eile zur Tür hinausgestolpert sind, um noch rechtzeitig zur Schule zu kommen.

Dann habe ich ihnen den Morgensegen einfach so hinterher geschickt:

Himmlischer Vater, ich lobe dich.
Danke, dass du (Name) liebst.
Danke, dass du gnädig bist.
Jesus, lass (Name) dich lieben.
Leite sie/ihn durch deinen Geist.
Stärke sie/ihn durch dein Wort.
Danke für die gute Nacht.
Danke für den neuen Tag.
Danke, dass du bei (Name) bist.
Lass sie/ihn dir Freude machen.
Zeig ihr/ihm, was wichtig ist.
Leite ihr/sein Denken, Reden, Tun.
Gib (Name), was sie/er braucht.
Hilf ihr/ihm in der Schule/ im Kindergarten…
Bitte segne und bewahre (Name)
an Körper, Seele und Geist.
Schütze sie/ihn vor allem Bösen.
Hülle sie/ihn in deinen Frieden.
Segne unsere Familie und Freunde.
Segne, die dich lieb haben.
Dir sei Lob und Ehre.
In Jesu Namen bet’ ich,
Amen.

Hast du Tipps für einen Morgensegen oder ein Morgengebet aus deiner Familie?

Ähnliche Gebete von mir mit weiteren Tipps fürs Beten in der Familie findest du hier:
Mein Gebet nach Psalm 23 (ein Gebet für meine besondere Tochter)
Mit Kindern nach dem Vaterunser beten

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