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Der kleine Unterschied

Man könnte sagen, es lief wie im Bilderbuch ab, der erneute Kitastart meiner großen Tochter:

Vier Wochen vor dem eigentlichen Beginn bekommt meine Große einen Brief, wann und wo sie mit ihrer Familie von wem in ihrer neuen Kitagruppe zur Begrüßung erwartet wird.
Als wir zum Start der Eingewöhnung kommen, wird sie von den Erzieherinnen lächelnd begrüßt, und sogar auch ihre Geschwister werden mit Namen begrüßt, als sie am zweiten Tag dabei sind.
Die Räumlichkeiten sind wohl hier und da renovierungsbedürftig, aber liebevoll eingerichtet und dekoriert.
Es gibt viele kleine Ecken mit Rückzugsmöglichkeit und alle Spielmöglichkeiten sind in dem Bereich leicht zugänglich.
Es herrscht eine freundliche Atmosphäre und ein wertschätzender Umgangston.
Meine Große hat eine kleine Gruppe und eine feste Bezugserzieherin.
Ihre Bezugserzieherin fragt, was ich auch hätte erzählen wollen, um die Kommunikation mit meiner Großen zu erleichtern.
Sie schaut sich Ailas Ich-Buch interessiert an und findet die Informationen darin eine tolle Sache.
Sie nimmt die Listen mit unseren Gebärden gleich zum Kopieren heraus und tapeziert damit die Wand zum Lernen.
Sie thematisiert die Gebärdensprache in Ailas erster Morgenrunde und macht eine Einführung in Gebärdennamen, damit auch Aila die anderen mit Namen anreden kann und die Integration in die Gruppe leichter wird.
Die Kinder kümmern sich umeinander, wo es nötig ist.
Den Kindern werden Freiräume und Anregungen zum eigenständigen Spielen und Entdecken gegeben und liebevoll und bestimmt Grenzen aufgezeigt.
Es werden verschiedene Themen mit den Kindern erarbeitet und viele Unternehmungen durchgeführt.
Die Erzieherin meiner Großen macht mit ihr einen Entdeckungsgang durch das ganze Kitagelände.
Es wird Wert gelegt auf gemeinsames Essen und aufeinander Acht geben.
Die Kita hat Pädagogen und Therapeuten, die die nötige Förderung für meine Tochter gut leisten können und die sich engagiert fortbilden.
Die Erzieher reden auf gleicher Ebene mit uns Eltern und halten den Austausch für wichtig.
Meine Große blüht schon nach drei Tagen in der Kita auf und begeistert alle mit ihrer Fröhlichkeit, erkundet lachend die Räumlichkeiten und schäkert mit ihrer Erzieherin.
Die erste Kita, die wir hier kennen gelernt haben, war das komplette Gegenteil. Ich hatte kaum zu hoffen gewagt, dass es auch ganz anders geht.

Vier Monate Suchen und Warten haben sich gelohnt!!!

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4 thoughts on “Der kleine Unterschied

  1. Wow, wie cool!! Da hatte das Warten wohl wirklich seinen Sinn gehabt…! Ich freue mich sehr sehr für Euch! Hoffentlich trügt nicht der erste Eindruck, aber der klingt eigentlich nicht so, als könnten noch allzu viele Kröten zum Vorschein kommen…

    Ich freue mich wirklich sehr für Euch. Glückwunsch zu dieser tollen Kita!!

  2. KLASSE!! Das hört sich echt gut an!! Ich freu mich für euch :))
    Allen Kranken eine herzliche Gute Besserung
    liebe Grüße

  3. Danke euch Dreien.
    Ja, uns gehts wieder gut, wir hatten drei erholsame Tage, weil auch Aila Fieber hatte und nicht in die Kita konnte.
    Dafür war der Tag heute pausenloser Einsatz von 5.30 bis 21.00 Uhr. Wir hatten ganz spontan einen Beratungsgesprächstermin zur Unterstützten Kommunikation ergattert… jetzt bin ich auch erschlagen. Aber gut.
    Grüße an euch zurück

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