Erlebt, Muttersein

Shopping-Schock

Shopping-Touren waren für mich in diesem Jahr so gut wie gar nicht drin, Schwangersein und Umzugsaction hielten mich davon ab. Daher hatte ich jetzt richtigen Bedarf und Lust auf neue Klamotten und konnte nun endlich Gebrauch machen von dem Gutschein „für eine Shopping-Tour ohne Begleitpersonal bis der Geldbeutel leer ist“, den ich zum Geburtstag von meinem Allerbesten bekam.

Gut gelaunt startete ich ins Shoppingcenter und erlebte erst mal einen Schock. Ich fühlte mich geradezu erschlagen von allem, was man da so im Weihnachtstrubel kaufen konnte und hatte gar nicht gewusst, was mir alles fehlte zu meinem Glück. Massenhaft „Geschenke, die glücklich machen“, so der Werbeslogan einer großen Kaufhauskette. Zig Dinge, die so wunderbar sind, dass man sie gerne hätte und zig Dinge, bei denen man sich gleichzeitig fragen kann, ob man so etwas denn wirklich noch braucht. Glücklich war ich bisher eigentlich auch ohne all das. Deshalb ging es wie meistens, wenn ich zu viel Auswahl habe: ich konnte mich nicht entscheiden und kaufte von all den schönen Dingen am Ende gar nichts.

Also begab ich mich mit meiner ziemlich langen Liste von Dingen, die ich unbedingt brauchte, noch auf Klamottensuche und bekam den zweiten Schock:
Zuallererst suchte ich nach einer Wintermütze, sehr dringend, und diese Baskenmützen, die ja ein Must-have der Saison zu sein scheinen, habe ich schon auf etlichen Köpfen bewundert und hoffte, damit endlich eine Mütze zu haben, die man auch mit hochgesteckten Haaren tragen kann. Ich weiß nicht wie viele 20 Mützen ich probierte, aber was bei anderen ausgesprochen gut aussah, sah bei mir jeweils wie Omas Duschhaube aus und brachte die dunklen Ringe unter den Augen nur noch besser zur Geltung.
Also schaute ich nach Röcken, um wieder etwas Abwechslung neben der ewigen Jeans zu haben. Trägt man Röcke? Ich fand keine. Es gibt Strickkleider und Stricktuniken, lauter schöne Sachen, Aber wie stillt man darin ein Kind? Alles hochkrempeln vielleicht? Leider eine schöne Mode, die ich gerade überhaupt nicht tragen kann.
Dann sollte es noch ein Pulli-BH sein, bei dem sich nicht immer alles Mögliche durchdrückt. Es gibt Massen davon, aber stilltaugliche? Außer diesen Einheits-Still-BH-Modellen, die es in jeder Drogerie gibt, braucht wohl sonst niemand so etwas, absolute Fehlanzeige.

Also schaute ich mich mal ganz allgemein um bei meinen Lieblingsläden und war noch einmal geschockt. Bin ich schon so alt geworden, dass ich da nichts mehr für mich finde? Ich finde die Farben und Muster, die da gerade so in sind, fast alle scheußlich. Sorry, ich will damit niemandem zu nahe treten, anscheinend bin ich da etwas „altmodisch“.
Als schließlich der Anruf kam, dass die Kinder jetzt doch langsam wieder mit Mama nach Hause müssten, hatte ich noch kein einziges schönes Stück gefunden. In aller Eile nahm ich ein Doppelpack Shirts zum Unterziehen mit und ein Exemplar dieser Mützen, in der Hoffnung, dass es bei normalen Licht zuhause besser aussehen würde.

Fazit der ganzen Tour: Mein Allerbester ist bei seinem großzügigen „bis der Geldbeutel leer ist“ sehr günstig bei weggekommen. Selbst die Baskenmütze sah zuhause immer noch wie eine Duschhaube aus, die werde ich auch wieder hintragen. Den Rest werde ich dann wohl doch lieber wieder in Ruhe per Internetshopping bestellen.
Und: Shopping macht nicht glücklich, mich jedenfalls nicht.

Loading Likes...

8 thoughts on “Shopping-Schock

  1. :) Das liegt nicht an Dir. Dieses Jahr gibt es irgendwie nur blau, lila, braun und grau… Oder ist das bei Euch anders? Und mehr als einen braunen Pulli brauchtr man ja wirklich nicht. Blau und lila finde ich blöd zu ner blauen Jeans… Ich hätte gerne mal wieder was in dunkelrot oder nem guten grün gehabt… ABer sowas gibt es Zeit nicht. War neulich ganz glücklich, als ich zwei ‘Blusen und eine Weste drüber fand… :) Ich konnte es kaum fassen und kam mir schon komisch vor, mal vier Teile in einem Laden mitzunehmen…. Aber ich hab die Gelegenheit genutzt und zugeschlagen, Mal sehen, vielleicht ist ja die nächste Saison wieder mal dunkelrot oder grün. :)

  2. Und dann gibt es noch knallgrün, -gelb, dazu neonpink und -orange oder schwarz-weiß-kariert und eben grau, grau, grau oder schwarz.
    Gratuliere zu deinen 4 Teilen auf einmal ;) .

  3. ja ich bin glücklich. war auch mal dringend wieder nötig… :) ich hatte eigentlich schon aufgegeben gehabt.. neonfarben hatte ich nicht gesehen. mal sehen was nächstes jahr kommt. :)

  4. Kleider-Shopping in den Läden habe ich schon vor Jahren aufgegeben. Ist mir einfach zu anstrengend und frustrierend. Und überhaupt: Wozu hat man denn das Internet erfunden, wenn nicht zum Shoppen? ;-)

    1. Zuletzt habe ich auch viel übers Internet bestellt. Dachte mir, dass es vielleicht in einer großen Stadt einfacher wäre mit dem Einkaufen, wenn man alles beieinander hat… dachte ich ;) , das Internet ist schon ne feine Sache in mancherlei Hinsicht.

  5. Das war jetzt ein zweifacher Anfängerfehler: Mit der Frage wollte ich eigentlich antworten auf Tamar, aber der Kommentar landet natürlich ganz unten – aber so passte es ja auch.
    Und dann habe ich erst danach gemerkt, dass ich mich gerade als Neu-Blogger verraten habe, was gar nicht beabsichtigt war… Nun ja. Jetzt ist es also schon passiert. Dann muss ich auch mal was schreiben…
    “Feuer gefangen” ist richtig. Mir fehlte bisher einfach der Kontakt zur “Szene”. Mal sehen, was sich daraus ergibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.