Erlebt, Muttersein, Nachgedacht

Meiiin Baby!

Meiiin Baaaby muss mit! Nein, nicht mein Baby – mittlerweile habe ich schon einige Abende für 2-3 Stunden frei gehabt und unsern Jüngsten schlafend mit dem Rest der Familie zuhause gelassen. Es geht um das Baby unserer kleinen Tochter. Nein, sie meint nicht ihre Babypuppe, sondern eine originalgroße Nachbildung eines 10-Wochen alten Fötus, welche mein allerbester Mann als Anschauungsmaterial für den Unterricht angeschafft hat. Dieses Baby passt in eine kleine Kinderfaust und muss überall mit dabei sein: Wenn wir unterwegs sind, einen Besuch machen, beim Essen am Tisch, im Bett beim Schlafen. Auch wenn es nachts mal zu Mama ins Bett geht, nicht ohne das Baby. Und falls das Baby beim Einschlafen doch aus der Hand gefallen ist und unsere Kleine das sofort oder nachts bei einer kurzen Wachphase merkt, dann wird nach Mama gerufen, damit sie auf dem Boden rumkriecht, bis das arme Baby wieder sicher und geborgen in der Faust seiner Mama gedrückt werden kann.

Dieses Baby hat meine kleine Tochter zu einigen Gedanken angeregt:
Ein Baby ist nicht einfach da, sondern es wächst im Bauch der Mama. Es muss wohl ziemlich klein sein, wenn es dort hineinkommt und groß genug, wenn es wieder rauskommt. Seit sich mein Bauch mit unserem Jüngsten rundete, war das sowieso schon ein Lieblingsthema von ihr. Der Bauchnabel bekam immer besondere Aufmerksamkeit und weil sie auch einen hat, war es ganz klar für sie, dass sie auch mal in meinem Bauch war. Da sie nun sieht, wie klein so ein Baby zunächst ist, findet sie es auch kein Problem mehr, sich ein Baby in ihrem Bauch vorzustellen. Und wenn es groß genug ist, kommt es zum Bauchnabel raus. Teddymama ist sie auf diese Art und Weise jedenfalls schon geworden, meint sie.

Dieses Baby und die Art meiner Tochter mit ihm unzugehen haben auch mich zu ein paar Gedanken angeregt:
Meine kleine Tochter hat es sofort als Baby erkannt. Kein Erstaunen über einen merkwürdigen Zellklumpen, es sieht von Kopf bis Fuß aus wie ein kleiner Mensch, vom Gesicht bis zu den einzelnen Zehenspitzen ist schon alles ausgeprägt. Auch die noch ungewohnten Proportionen – das halbe Baby besteht aus dem Kopf – haben meine kleine Tochter nicht davon abgehalten, diese Figur als süßes Baby ins Herz zu schließen.
Es ist eine Tragödie, wenn man dieses Baby verliert oder gar wegtut.
Dieser winzige 10 Wochen alte Fötus ist ein absolut liebenswerter kleiner Mensch, der viel Fürsorge braucht, da er sich selbst noch nicht für seine Bedürfnisse stark machen kann. Man sollte ihm viel Liebe und Geborgenheit schenken.

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2 thoughts on “Meiiin Baby!

  1. Das klingt absolut süß….und regt gleichzeitig zum Nachdenken an…

    Die Puppe zeigt einen 10 Wochen alten Fötus- erlaubt ist die Abtreibung bis zur 12.Woche und gleichbedeutend mit nur nem Zellklumpen für viele…und dabei schon so ein perfektes Wunder…

    Ich hoffe die Puppe klärt viele auf und rettet vielleicht unbewußt auch das eine oder andre Leben =)

  2. Ich wünschte auch, man würde uns Frauen – und den Männern natürlich auch – lieber mehr davon erzählen oder zeigen, welch ein wundervolles kleines Leben da schon in den ersten Schwangerschaftswochen in uns wächst, anstatt zu vermitteln, dass eine Abtreibung unproblematisch und straffrei wäre. Ich denke auch, dass das einige Menschenleben und Seelen vor Schuldgefühlen bewahren könnte.

    (Der Fötus auf dem Bild ist 10 Wochen alt, da die Befruchtung etwa am 12. Tag des Zyklus stattfindet, man die Schwangerschaftswochen aber ab dem ersten Zyklustag zählt, entspricht das dem Entwicklungsstand in der 12. Schwangerschaftswoche, bis zu der eine Abtreibung in jeden Fall erlaubt ist. Bei Verdacht auf Behinderung kann bis zum Einsetzen der Geburt abgetrieben werden.)

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