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Schöner als Geschenke

Man muss wohl Mutter sein, wenn man sich über Geheimnisverrat und Wasserverschwendung freut, sowie darüber, die Zunge rausgestreckt zu bekommen. Vielleicht muss man auch Mutter sein, um zu verstehen, was ich meine.
Jedenfalls waren dies Geschenke, über die ich mich heute mit am meisten gefreut habe.

Mein Jüngster schenkte mir zum Start in den Tag eine durchgeschlafene Nacht und streckte mir morgens gut gelaunt die Zunge entgegen. (Da sein Zungenbändchen bis zur Zungenspitze angewachsen war, konnte er das bisher nicht, erst vor drei Wochen wurde es durchtrennt, damit er beim Sprechenlernen keine Probleme hat. Heute zeigte er mir also zum ersten Mal, wie beweglich seine Zunge jetzt ist.)

Dann bekam ich von meiner Großen eine richtige Puppentasse Wasser serviert, die sie mit großem Gebrause und noch viel mehr Spritzerei unter dem Wasserhahn im Bad gefüllt hatte. (Ich freue mich einfach, dass sie begeistert ihre Teekannen füllt und das Wasser hin und her gießt, nachdem die Ergotherapeutin schon lange mit wenig Erfolg versucht hatte, solche Handlungen anzubahnen.) Genauso freue ich mich, über den Stolperparcours aus Kastanien auf meinem Küchenfußboden, der entsteht, weil sie die Dinger mit riesiger Ausdauer von einer Dose in die nächste umfüllt.

Beim Frühstück konnte meine Kleine es kaum erwarten, dass ich die Geschenke auspacke, die sie am Tag vorher gekauft hatten. Es ist einfach toll, wie viel sie schon erzählen kann, von dem, was sie erlebt und was ihr wichtig ist, auch wenn ich es gestern eigentlich noch nicht wissen sollte, dass sie etwas für mich besorgt hatten. Und ein „Ständchen“ habe ich auch von ihr bekommen, ihre ureigene Kreation eines „Jesus“-Liedes, das sie mit Ausdauer den halben Tag lang singt.

Toll, was die Kinder für Entwicklungsschritte machen, viel schöner als viele Geschenke.

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