Erlebt, Muttersein

(M)ein Muttertag

Wenn nach vier Stunden die Nacht vorbei ist, weil man von Treten im Bauch und einem üblen Gefühl im Magen geweckt wird…
Wenn dann eine Stunde später, wo man endlich wieder einschlafen könnte, die beiden Töchter weinend aufwachen und nur noch bei Mama im Bett weiterschlafen wollen, was bedeutet, dass ihr eine den Arm dermaßen um den Kopf schlingt, dass es ihr fast die Luft abdrückt und die andere sie lautstark mit Geschichten unterhält, bis keiner mehr schlafen kann…
…dann ist Muttertag.
Wenn dann der allerbeste Ehemann nach einer Weile mit den Kindern das Schlafzimmer verlässt, damit die Mama noch etwas schlafen kann, und kurz darauf der Wecker zur Wochentagszeit klingelt, von den Kindern gut versteckt und nicht auffindbar, bis er von alleine wieder ausgeht…
…dann ist Muttertag.
Wenn wenig später die Zimmertür auffliegt und jemand hereingestürmt kommt, weil es viel schöner ist, an Mamas Nachttisch und auf ihrem Bett zu spielen als im Kinderzimmer…
…dann ist Muttertag.
Wenn, ehe ich aus dem Bett komme, ein kleiner Schatz auf mich springt und seine Wange fest an meine drückt…
…dann ist Muttertag.
Wenn schließlich beim Aufstehen schon Chaos in der Wohnung herrscht…
…dann ist Muttertag.
Ich hatte mir diesen Tag eigentlich anders vorgestellt. Aber wenn ich es mir recht überlege…
…anscheinend bin ich denen wichtig, meinen Kindern. Anscheinend brauchen und mögen sie mich, anscheinend wollen sie in meiner Nähe sein, anscheinend wollen sie, dass ich Zeit mit ihnen verbringe.
Das muss wohl Liebe sein.
Das haben sie mir doch deutlich gezeigt, heute, am Muttertag.

(Und jetzt machen wir hoffentlich alle einen richtigen Muttertagsmittagsschlaf.)

Familie

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