Erlebt, Familienleben, Gebet, Kirchenjahr

Was Beten mit Eiern zu tun hat

Als meine kleine Tochter am Ostermorgen aufstand, lag ihr schon das Wort „Ei“ auf der Zunge. Am Abend vorher hatte ich ihr beim Gute-Nacht-Sagen erklärt, dass am nächsten Tag Ostern wäre und dass es dann auch „Eier“ geben würde. Meine Kleine isst für ihr Leben gern Eier, Hühnereier und Schokoladeneier natürlich auch. Da die Eier in den Ostertagen nun stets in ihrem Blickfeld präsent waren, gab es jeweils morgens, mittags, nachmittags und abends eine Auseinandersetzung, wie viele Hühnereier und Schokoeier jeweils gegessen werden dürfen. Ich konnte das Wort „Eier“ schon nicht mehr hören und versuchte, möglichst nicht das Stichwort „Ostern“ fallen zu lassen.
Wir hatten zwar mit den Kindern die Ostergeschichte gelesen, aber bei unsrer Kleinen schien Ostern nur mit Eiern zu tun zu haben. Nach vier Tagen unternahm ich deshalb noch einen Versuch, die Zusammenhänge klarzustellen und las den Kindern als Gute-Nacht-Geschichte ein weiteres Mal die Auferstehungsgeschichte von Jesus aus der Kinderbibel vor. Ich klappte das Buch dann mit den Worten zu, dass Jesus nicht mehr tot ist, sondern lebt und wir deshalb auch mit ihm reden können, was wir tun, wenn wir beten. Meine Große Tochter faltete sofort die Hände und wollte gleich damit loslegen. Ich schickte beide wie immer erst einmal in ihre Betten. Als sie dann in ihren Schlafsäcken steckten, sagte ich: „So, und jetzt beten wir noch zusammen.“ Woraufhin ein lautes „Eier!“ aus dem Bett meiner kleinen Tochter tönte.
„Oh nein, immer noch dreht sich alles nur um Eier!“, dachte ich im ersten Augenblick, doch einen zweiten Moment bedacht, muss ich sagen, dass bei meiner Tochter wohl doch die richtige Verknüpfung der Zusammenhänge angekommen ist: Dass wir mit Jesus reden können, hängt mit Ostern zusammen und Eier stehen für Ostern… Mit ihren Worten auf den Punkt gebrachte Kinderlogik. Ein Glück, dass selbst Ostereier helfen können, dass wir uns über den Hintergrund von Ostern verständigen können!

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